IRGE Stuttgart / Universität Stuttgart: Website-Relaunch für ein Architektur- und Design-Forschungsinstitut

Art Director, Frontend- und Backend-Entwickler, Projektleitung·2015·3 Jahre·3 Personen·2 min read

Unorthodoxe CMS-basierte Lösung, die es ermöglicht, komplexe, vernetzte Forschungsdaten übersichtlich darzustellen und von Institutsmitarbeitenden eigenständig zu pflegen – bei hohen gestalterischen und akademischen Ansprüchen.

Überblick

Das Institut für Raumkonzeptionen und Grundlagen des Entwerfens (IRGE) an der Universität Stuttgart umfasst architektonische Entwurfsforschung, den Bereich Gebäudelehre und das Projekt Stuttgarter Change Labs. Das Institut brauchte eine Website, die ein komplexes Portfolio vernetzter Forschungsprojekte so darstellen konnte, wie es gewöhnliche CMS-Logik nicht leisten konnte.

Problemstellung

Komplexe Datensätze und Inhaltsbeziehungen ließen sich mit konventionellen Website-Strukturen und CMS-Logik nicht abbilden. Das Institut musste seine Projekte mit klaren Querverweisen und thematischen Verbindungen präsentieren – und dabei fachfremdem Personal erlauben, Inhalte eigenständig zu pflegen und zu aktualisieren.

Rahmenbedingungen

  • Standard-CMS-Architekturen waren der relationalen Komplexität der Inhalte nicht gewachsen.
  • Institutsmitarbeitende brauchten ein einfaches, pflegbares Backend ohne technisches Fachwissen.
  • Das Frontend-Design musste den hohen architektonischen und akademischen Gestaltungsansprüchen des Instituts genügen.
  • Projektleitung und Kundenmanagement parallel zu Gestaltung und Entwicklung.

Vorgehen

Entwicklung einer unorthodoxen Lösung mit Contao CMS und eigenen Erweiterungen, die eine sinnvolle relationale Verknüpfung von Datensätzen ermöglichte und gleichzeitig redaktionelle Einfachheit für das Institutspersonal bewahrte. Vollständiges visuelles Konzept und Frontend-Design, das die architektonische und akademische Positionierung des Instituts widerspiegelt, samt kompletter Backend-Umsetzung und durchgängiger Kundenberatung.

Projektleistungen

Contao CMS mit eigenen Erweiterungen statt einer Standardlösung von der Stange.

Kein Standard-CMS bot das relationale Datenmodell, um Projekte, Personen, Themen und Institutsbereiche sinnvoll zu verknüpfen. Eigene Erweiterungen innerhalb von Contao boten die nötige Flexibilität und hielten die redaktionelle Oberfläche zugleich für technisch fachfremde Nutzer:innen zugänglich.

Verantwortlichkeiten:
  • Eine vollständig eigene Anwendung ohne CMS-Grundlage bauen.
  • Das Inhaltsmodell vereinfachen, um in die Grenzen eines Standard-CMS zu passen.

Redaktionelle Eigenständigkeit für das Institutspersonal von Anfang an priorisieren.

Ein akademisches Institut kann sich für laufende Inhaltsaktualisierungen nicht auf externe Entwickler:innen verlassen. Das Backend musste für Forschende und Assistent:innen ohne Design- oder Entwicklungserfahrung nutzbar sein.

Verantwortlichkeiten:
  • Eine statische Website mit gelegentlicher externer Pflege liefern.
  • Eine dedizierte Person im Institut zur technischen Administratorin ausbilden.

Design-Disziplinen

  • Web
  • Backend
  • Beratung

Ergebnis & Wirkung

  • 3 Jahre
    Projektdauer
  • Vollständiges Self-Service-Content-Management durch Institutspersonal
    Redaktionelle Eigenständigkeit

IRGE erhielt eine Website, die die tatsächliche Komplexität seines Forschungsportfolios abbilden konnte – mit sinnvollen Querverweisen zwischen Projekten, Personen und Themen – und dabei redaktionell für fachfremdes Personal zugänglich blieb. Das Frontend erfüllte die hohen visuellen Ansprüche, die von einem Architektur- und Design-Forschungsinstitut erwartet werden.

Erkenntnisse

  • Komplexe Inhaltsbeziehungen erfordern ein Datenmodell, das vor der CMS-Wahl entworfen wird – nicht umgekehrt.
  • Redaktionelle Einfachheit für Endnutzer:innen und strukturelle Komplexität im Backend schließen sich nicht aus – beides zugleich zu erreichen erfordert aber sorgfältige Architektur.
  • In akademischen und kulturellen Kontexten ist gestalterische Glaubwürdigkeit eine Vertrauensvoraussetzung – die Oberfläche muss die eigenen Standards der Institution widerspiegeln.